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Morbus Addison

Bei Morbus Addison handelt es sich um eine Erkrankung der Nebennierenrinde. Hierdurch kommt es zu einem Mangel an dem lebenswichtigen Hormon Cortisol, das u. a. für die Energieversorgung des Körpers verantwortlich ist. Morbus Addison ist nicht heilbar, aber mit lebenslanger Hormongabe kann man ihn in den Griff bekommen.

Morbus Addison

Morbus Addison ist nach dem Londoner Arzt Thomas Addison benannt.

Wie entsteht Morbus Addison?

Morbus Addison ist nach dem Londoner Arzt Thomas Addison benannt, der die Erkrankung als erster beschrieben hat. Man nennt die Krankheit auch Nebennierenrinden-Insuffizienz, da durch die Zerstörung der Nebenniere diese eine Unterfunktion entwickelt und so ein Mangel an dem wichtigen Hormon Cortisol entsteht. Im Gegensatz dazu ist das Cushing-Syndrom durch eine übermäßige Bildung von Cortisol gekennzeichnet. Cortisol hat im menschlichen Organismus zahlreiche zentrale Aufgaben. Die wichtigste Funktion ist die Energieversorgung des Körpers, indem durch Cortisol Eiweiß in Traubenzucker umgewandelt wird und dem Körper so als Energielieferant von Nutze ist. Das Hormon ist auch beteiligt an der Abwehr von Infektionen sowie der Stressbewältigung. Die Hauptursache für Morbus Addison zu Lebzeiten von Thomas Addison war die Tuberkulose. Heute ist die Ursache Nummer eins ein Autoimmunprozess, d. h. das Abwehrsystem des Körpers reagiert aus unbekannten Gründen gegen das Nebennierengewebe. Auch Tumore oder Infektionen können die Nebennierenrinde schädigen.

Wie erkennt man Morbus Addison?

Beschwerden treten erst auf, wenn mindestens 90% der Nebennierenrinde zerstört sind. Sie ergeben sich hauptsächlich durch den Mangel an dem Hormon Cortisol. Entwickelt sich die Nebennieren-Insuffizienz langsam, kommt es zu Appetitlosigkeit, Übelkeit und sogar Erbrechen, was oft einen Gewichtsverlust zur Folge hat. In der Regel steigt die Infektanfälligkeit, der Patient fühlt sich schwach und ihm ist aufgrund des niedrigen Blutdrucks häufig schwindelig. Aufgrund des zusätzlich entstehenden Natriummangels besteht ein starkes Verlangen nach Salz bzw. salzhaltigen Nahrungsmitteln. Außerdem wirkt die Haut ungewöhnlich gebräunt. Ein Morbus Addison kann lange Zeit durch Verhaltensweisen, wie starke Kochsalzzufuhr und das Unterlassen körperlicher Anstrengung, unbewusst kompensiert und dadurch nicht erkannt werden. Durch eine starke körperliche Belastung, in Form einer zusätzlichen Krankheit oder einer Operation, kann es aber plötzlich zu einem lebensbedrohlichen Zustand kommen, der Addison-Krise genannt wird. Starke Bewusstseinstrübung bis hin zum Koma oder hohes Fieber sind typisch. Besteht der Verdacht auf Morbus Addison, kann mit Hilfe des sogenannten ACTH-Tests die Diagnose sicher und schnell gestellt werden.

Wie behandelt man Morbus Addison?

Das sich zerstörende Nebennierengewebe kann nicht regeneriert werden, die Krankheit ist also nicht heilbar. Deshalb muss ein Leben lang die Funktion der Nebenniere, Cortisol zu produzieren, durch eine Hormonersatztherapie ersetzt werden. Der Cortisolmangel wird in der Regel durch die Gabe von Hydrocortison ausgeglichen. Normalerweise wird das Hydrocortison als Tablette verabreicht, bei Erbrechen oder Durchfall muss es injiziert werden. Bei besonderen körperlichen Belastungen oder bei einer Infektion erhöht der gesunde Organismus automatisch die Produktion von Cortisol. Daher muss in diesen Situationen vom Patienten auch die Hydrocortisondosis erhöht werden.